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Doppelturnhalle Biglen

Mehrzweckhalle zwischen Tradition und Moderne

Doppelturnhalle Biglen – Aussenansicht mit Holzfassade über dem Pausenplatz

© Foto: Elisa Florian

Eine Halle für Sport, Kultur und Gesellschaft – die Doppelturnhalle Biglen verbindet zeitgenössische Architektur mit einer nachhaltig-ökonomischen Holzkonstruktion und fügt sich harmonisch in das Ortsbild ein.

540 m³
isofloc LM Zellulose
2'570 m²
Bruttogeschossfläche
18'230 m³
Gebäudevolumen
1000
Personen Mehrzweckraum

Konzept und Identität

Die neue Mehrzweckhalle oszilliert mit seiner affirmativen Architektur zwischen Tradition und Moderne und transformiert die vorgefundene ländlich-dörfliche Anmutung unprätentiös in eine zeitgenössische, der Gesellschaft und der Kultur zugewandte Erscheinung. Die ebenerdige Halle mit direkter Zugänglichkeit, Anlieferung und Entfluchtung, das Galeriegeschoss mit den Garderoben, das Technikgeschoss mit unmittelbarer Bedienung der lüftungsintensiven Duschen / Garderoben sowie das als attraktives Scharnier zum Bestand formulierte Treppenhaus sind Ausdruck konzeptioneller Klarheit und Ordnung. Durch seine der Konstruktion und dem Baustoff Holz folgende Gestalt entsteht ein spannungsvoller und respektvoller Dialog mit den vorhandenen ortsbaulichen und architektonischen Tugenden von Biglen.

Tragwerk und Konstruktion

Das oberirdische Tragwerk ist in einer nachhaltig-ökonomische Holzkonstruktion rhythmisiert. Die Dachkonstruktion der Mehrzweckhalle ist mit sichtbaren Brettschichtholzbindern in einem optimierten Achsabstand von 2.765 m mit oben aufliegenden Holzelementen ausgeführt. Zwischen den Bindern finden die raumakustische Bekleidung, die Beleuchtung, Sportgeräte sowie audiovisuelle Medien ihren Platz. Jeder Brettschichtholzbinder liegt direkt auf einer die Fassade gliedernden Stütze auf. Dies gewährleistet eine einfache, direkte Lastabtragung.

Doppelturnhalle Biglen – Innenraum mit sichtbarem Holztragwerk und Galerien

Architektonisches Konzept und Besonderheiten

Das sichtbare Holztragwerk mit zangenförmigen Streben und grosszügigen Dachüberständen prägt die architektonische Erscheinung der Halle. Der konstruktive Holzschutz wurde gezielt berücksichtigt. Die Halle wurde bewusst einfach, robust und langlebig konzipiert und fügt sich harmonisch in das Ortsbild und die umliegende Landschaft ein.

Bauweise und Nachhaltigkeit

Tragwerk aus Schweizer Brettschichtholz (Fichte). Die Fassadenwände und das Dach wurden mit Zellulosedämmung ausgeführt. Die Konstruktion basiert auf einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Holzbauweise mit Lowtech-Haustechnik. Besonderer Fokus lag auf konstruktivem Holzschutz, Wirtschaftlichkeit, einer langlebigen Gebäudestruktur sowie einer einfachen und wartungsarmen Haustechnik. Zusätzlich musste die Mehrfachnutzung der Halle flexibel berücksichtigt werden.

Porträt Sacha Stettler

„Der konstruktive Holzschutz war uns sehr wichtig."

Sacha Stettler

  • Rolf Mühlethaler Architekten AG