Verarbeitungstechniken für isofloc Zellulosedämmstoffe.

isofloc Zellulose ist ein loser, faseriger Dämmstoff auf Zellulosebasis, der je nach Bauteil, Konstruktion und Anforderung mit unterschiedlichen Verfahren verarbeitet wird.
Die Wahl des richtigen Verfahrens sowie die korrekte Einbaudichte sind entscheidend für eine dauerhaft setzungssichere, wärmebrückenfreie und bauphysikalisch sichere Dämmung. Alle isofloc-Verfahren sind auf eine fugenlose Anpassung an die Konstruktion und eine homogene Dämmstoffverteilung ausgelegt.
Neubau der Zukunft
Flächen werden knapper, Bauweisen dichter und die Anforderungen an nachhaltiges Bauen steigen. Der Holzbau schafft dafür die Grundlage – effizient, ressourcenschonend und leistungsfähig, auch im Brandschutz.
Mit natürlichen Dämmstoffen entstehen Lösungen, die Komfort, Effizienz und Klimawirkung in Einklang bringen.
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Sanieren statt ersetzen
Steigende Energieanforderungen und der bewusste Umgang mit Ressourcen rücken die Sanierung bestehender Gebäude in den Fokus. Anstatt zu ersetzen, lassen sich Bauwerke effizient weiterentwickeln – wirtschaftlich und nachhaltig.
Mit isofloc Zellulosedämmstoff entstehen einfache und materialeffiziente Lösungen, die eine schnelle Umsetzung ermöglichen und gleichzeitig den Charakter des Gebäudes erhalten.
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Verarbeitung von Einblasdämmstoffen
Im Gegensatz zu Plattendämmstoffen wird bei Einblasdämmstoffen das Dämm-Material in loser Form angeliefert. Mit Einblasmaschinen wird das Material aufgelockert und in Hohlräume verdichtet eingeblasen. Einblasdämmstoffe haben im Gegensatz zu Plattendämmstoffen unschlagbare Vorteile, die ein schnelles und wirtschaftliches Arbeiten auf der Baustelle ermöglichen.
Schlauchblasverfahren
Setzungssichere Dämmung geschlossener Hohlräume
Beim Schlauchblasverfahren wird der Zellulose-Dämmstoff mit einer Einblasmaschine aufgelockert und über einen Schlauch unter Luftdruck in geschlossene Hohlräume eingeblasen. Der Schlauch wird bis zum Ende des Gefachs geführt und während des Einblasvorgangs kontrolliert zurückgezogen. Dadurch wird der Dämmstoff schichtweise verdichtet und passt sich formschlüssig der Konstruktion an.
Nur bei dieser Rohdichte ist eine dauerhafte Setzungssicherheit sowie ein hoher Luftströmungswiderstand gewährleistet.
Einblasdichte: Vertikale Bauteile und Dachschrägen: ca. 55–60 kg/m³
Vorteile
- Fugenlose, wärmebrückenfreie Dämmschicht
- Diffusionsoffen und kapillaraktiv
- Sehr guter sommerlicher Wärmeschutz
- Reproduzierbare Ausführungsqualität
Geeignete Konstruktionen
- Holzrahmen- und Holzständerwände
- Steildächer (Zwischen- und Untersparren)
- Geschlossene Decken- und Bodenkonstruktionen
- Elementbau im Werk oder auf der Baustelle
Düsenblasverfahren
Verdichtetes Einblasen mit Einblasdüsen
Das Düsenblasverfahren ist ein pneumatisches Verdichtungsverfahren für geschlossene Hohlräume, insbesondere im Sanierungsbereich oder bei eingeschränkter Zugänglichkeit. Der Dämmstoff wird dabei über Einblasdüsen direkt in das Gefach eingebracht. Die vollständige Füllung erfolgt über mehrere Einblasöffnungen pro Bauteil.
Bei dieser Einblasdichte wird eine dauerhaft setzungssichere Dämmung erreicht, vergleichbar mit dem Schlauchblasverfahren – vorausgesetzt, Lochraster und Einblasdauer sind korrekt geplant und ausgeführt.
Einblasdichte: Vertikale Bauteile: ≈ 60 kg/m³
Planerische Hinweise
- Anzahl und Lage der Einblasöffnungen vorgängig festlegen
- Begrenzte Gefachtiefen und Wandhöhen berücksichtigen
- Verdichtungsqualität ist ausführungsabhängig
Geeignete Konstruktionen
- Holzständer- und Leichtbauwände im Bestand
- Nachträgliche Dämmungen mit begrenztem Zugang
- Bauteile mit geringer Gefachtiefe
Offenes Aufblasen
Lose Dämmung für horizontale Bauteile
Beim offenen Aufblasen wird der Zellulose-Dämmstoff frei und ohne Verdichtung auf horizontale oder leicht geneigte Flächen aufgebracht. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere für grosse, ungenutzte Flächen ohne geschlossene Konstruktion.
Wichtige Einschränkung: Dieses Verfahren ist ausschliesslich für horizontale Bauteile geeignet und darf nicht in vertikalen Konstruktionen eingesetzt werden.
Einblasdichte: ca. 30–40 kg/m³, Setzungszuschläge sind zu berücksichtigen
Geeignete Konstruktionen
- Oberste Geschossdecken
- Unbegehbare Dachböden
- Abgehängte Decken
CSO-Verfahren (Compact Spray-On)
Sprühverfahren für offene vertikale Bauteile
Das CSO-Verfahren (Compact Spray-On) ist ein sprühtechnisches Verfahren zur Dämmung offener, vertikaler Konstruktionen, insbesondere im Sanierungs- und Innenausbau. Dabei wird der isofloc Zellulose-Dämmstoff offen aufgebracht und mit einem feinen Wassernebel benetzt. Die natürlichen Bindekräfte der Zellulose werden aktiviert, das Material haftet selbsttragend an der Bauteilfläche. Anschliessend wird die Oberfläche mit einer Rotationsbürste plan abgezogen. Nach der Trocknung entsteht eine homogene, formstabile und lückenlose Dämmschicht, vorbereitet für die weitere Beplankung.
Einblasdichte: ca. 45 kg/m³
Diese Einbaudichte gewährleistet:
- selbsttragende Ausführung in vertikaler Lage
- ausreichenden Strömungswiderstand
- sichere Funktion im Wärme- und Schallschutz, materialeffiziente Sanierungslösung
Geeignete Konstruktionen
- Holzständer- und Fachwerkwände
- Innendämmungen im Bestand
- Vorsatzschalen
- Renovationen mit offenem Wandaufbau

Baustellen-Einblasmaschine
Die kompakte Lösung für die Verarbeitung von Kleinballen direkt auf der Baustelle. Flexibel einsetzbar, einfach zu transportieren und schnell in Betrieb genommen. Sorgt für einen gleichmässigen Materialfluss und unterstützt eine zuverlässige Ausführung bei unterschiedlichsten Anwendungen.
Baustellenbegleitung Erleben Sie isofloc live.
Gerne beantworten wir all Ihre Fragen und kümmern uns persönlich um Ihre Bedürfnisse: Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!
isofloc® silencio
Akustisch wirksame Sprühtechnik für Wand- und Deckenflächen

isofloc Silencio ist eine akustisch wirksame Sprühtechnik auf Zellulosebasis zur gezielten Verbesserung der Raumakustik.
Die Zellulosefasern werden mit spezieller Maschinentechnik auf Wand- oder Deckenflächen appliziert und bilden eine nahtlose, schallabsorbierende Oberfläche, welche die Nachhallzeit wirksam reduziert. Es handelt sich dabei nicht um einen Sprühbelag, sondern um eine funktionale Sprühtechnik, deren akustische Wirkung über Faserstruktur, Schichtdicke und Oberflächenbeschaffenheit definiert wird.
Vorteile
- Ideal für Sanierungen und Bestandsbauten
- Sehr guter Ausgleich unebener Untergründe
- Diffusionsoffen und feuchteausgleichend
- Fugenlose Anpassung an bestehende Konstruktionen
Anwendungsbereiche
- Büros und Verwaltungsbauten
- Schulen, Kindergärten und Bildungsbauten
- Gewerbe- und Industriebauten
- Wohnräume mit erhöhten akustischen Anforderungen